Du willst nicht einfach nur eine Session zu zweit spielen, sondern für deine ganze Gruppe einen richtigen Spieltag auf die Beine stellen: mehrere Teams, ein fixer Startort, ein ganzer Tag Programm. Dieser Guide sammelt, was sich beim Organisieren eines solchen Tages in der Praxis bewährt hat — unabhängig von Stadt, Datum oder Teilnehmerzahl. Er ergänzt die vollständigen Spielregeln; lies die zuerst, falls dir die Spielmechanik selbst noch nicht vertraut ist. Hier geht es ausschliesslich um die Organisation drumherum: Startort, Teams, Timing, Ausrüstung und die Regeln, die einen Spieltag für alle fair und angenehm halten.
Der beste Startort ist ein Ort, den wirklich jede Person in deiner Gruppe problemlos erreichen kann — typischerweise der Hauptbahnhof oder ein zentraler ÖV-Knotenpunkt der Stadt oder Region, in der ihr spielt. Zwei Dinge lohnt es sich vorab zu prüfen: Erstens, ob der Ort ungefähr in der Mitte des Spielfelds liegt, damit kein Team beim Start einen strukturellen Vorteil oder Nachteil hat, weil es näher oder weiter von den meisten Zonen entfernt startet. Zweitens, ob es in der Nähe eine überdachte Ausweichmöglichkeit gibt, falls sich die Gruppe bei Regen oder Kälte vor dem Start noch drinnen sammeln soll. Ein Ort mit Toiletten, etwas Sitzgelegenheit und guter Erreichbarkeit für Personen, die von ausserhalb anreisen, macht den Einstieg für alle entspannter.
Teams von 2 bis 4 Personen funktionieren am besten; 2 bis 3 ist die Komfortzone, in der alle wirklich mitreden und mitlaufen können, ohne dass jemand nur hinterherläuft. Lass Freundesgruppen ihre Teams selbst bilden, bevor der Spieltag beginnt — das funktioniert erfahrungsgemäss deutlich reibungsloser, als am Morgen selbst Teams zusammenzuwürfeln. Für Einzelpersonen ohne eigene Gruppe lohnt sich ein Gruppenchat, in dem sie vor dem Spieltag Anschluss an ein bestehendes Team finden oder sich zu einem neuen Team zusammenschliessen können. Sechs Teams sind ein bewährter Richtwert, bei dem sich Logistik und Übersicht noch gut planen lassen — behandle das aber als Orientierung, nicht als harte Grenze; mehr ist möglich, wenn deine Gruppe grösser ist. Wichtig ist nur: Bevor es losgeht, sollte wirklich jede Person einem Team zugeteilt sein — das lässt sich in der App oder im Web Player leicht in den Minuten vor dem Start überprüfen.
4 bis 8 Stunden Spielzeit sind der bewährte Rahmen: kurz genug, dass niemand komplett erschöpft ist, lang genug für ein echtes Auf und Ab im Spielverlauf. Ein Wochentag hat den Vorteil, dass mehr Geschäfte geöffnet haben und der ÖV regelmässiger fährt, was manche Challenges einfacher macht; ein Wochenende macht es dafür für mehr Leute möglich, überhaupt teilzunehmen. Beides funktioniert — wäge einfach ab, was für deine Gruppe wichtiger ist. Plane ausserdem etwas Pufferzeit am Anfang ein, um letzte Unklarheiten gemeinsam zu klären und sicherzustellen, dass alle Teams startklar sind, bevor die Uhr wirklich zu laufen beginnt.
Die App zeigt jedem Team eine Packliste direkt in den Spielregeln an — schick sie deiner Gruppe im Voraus, damit niemand am Morgen etwas Wichtiges vergisst. Bewährt haben sich: ein Rucksack, eine gültige Tageskarte oder ein anderes ÖV-Ticket für den ganzen Spieltag, etwas Bargeld für kleine Challenge-Einkäufe und das Mittagessen, Stifte und Papier, ein Handy mit Powerbank, eine volle Trinkflasche mit Snacks, Badesachen und ein Tuch für Challenges am Wasser, sowie ein Feuerzeug oder Streichhölzer für die wenigen Karten, die so etwas verlangen.
Schreib in der Einladung nicht vor, welches konkrete ÖV-Ticket alle kaufen sollen — die Leute haben unterschiedliche Abos, und was für die eine Person am günstigsten ist, ist für die nächste nicht die beste Wahl. Wichtig ist nur, dass das Ticket den gesamten Spielbereich für die gesamte Spieldauer abdeckt: Auf der Schweizer Standardkarte sind das die Libero-Tarifzonen, die die App als Spielfeld verwendet — mehr dazu im Libero-Guide. Bei einer eigenen Karte für eine andere Stadt oder Region gilt dasselbe Prinzip mit dem dortigen ÖV-Netz. Für die persönlichen Ausgaben während des Spiels — Mittagessen und die paar Kleinigkeiten, die einzelne Challenges verlangen — reichen erfahrungsgemäss 20 bis 50 CHF pro Person locker aus. Keine Challenge verlangt eine teure Anschaffung, und alles, was gekauft wird, behält die Person danach.
Ein einziger Einladungslink funktioniert für die ganze Gruppe, unabhängig vom Gerät: Wer die App installiert hat, öffnet den Link direkt in der App; alle anderen landen im Browser auf einer Team-Beitreten-Seite und können von dort entweder ebenfalls in der App weiterspielen oder direkt den Web Player starten. Bitte deine Gruppe, App oder Web Player schon vor dem Spieltag einmal zu öffnen und ihr Team zu wählen oder zu erstellen — das spart am Morgen selbst wertvolle Zeit und lässt sich in Ruhe vorab klären, statt live vor Ort. Erkläre ausserdem kurz, dass ein Foto- oder Video-Nachweis für jede Challenge nötig ist, damit niemand am Spieltag davon überrascht wird.
Claim of Zones spielt sich draussen, also gehört ein Blick aufs Wetter zur Vorbereitung dazu. Bei einem geplanten Termin mit echtem Aussenrisiko lohnt es sich, schon bei der Einladung ein Ausweichdatum zu nennen und dieses klar als Ausweichdatum zu kommunizieren — nicht als zweiten Termin, an dem einfach nochmals gespielt wird. Die endgültige Entscheidung, ob der Haupttermin oder das Ausweichdatum gilt, kannst du wenige Tage vorher im selben Gruppenchat verkünden, in dem die Gruppe sich sonst organisiert. Bei unsicherem, aber nicht extremem Wetter hilft es, die Gruppe daran zu erinnern, dass Regenjacke und wechselfeste Kleidung Teil einer guten Vorbereitung sind — das Spiel selbst pausiert deswegen nicht.
Ein paar Ground Rules machen aus einem chaotischen Tag einen fairen: Teammitglieder reisen und lösen Challenges immer gemeinsam, ausser eine Karte verlangt explizit das Gegenteil. Wird nach etwas Bestimmtem gesucht, zählt nur, was in der echten Welt gefunden wird — keine Online-Suche nach der Antwort. Kleine Einkäufe für eine Challenge sind normal, grössere Beträge auszugeben, nur um eine Aufgabe künstlich zu erfüllen, verstösst gegen den Sinn des Spiels. Erinnere deine Gruppe ausserdem daran, respektvoll mit fremden Personen und öffentlichen Orten umzugehen — die meisten Challenges spielen sich mitten im Alltag anderer Leute ab. Claim of Zones richtet sich an Erwachsene; falls Minderjährige mitspielen, sollten sie das nur unter Aufsicht einer erwachsenen Person tun.
Ein paar Punkte gehören in jede Einladung zu einem eigenen Spieltag: Claim of Zones ist ein Fan-Projekt und nicht offiziell mit „JetLag: The Game" verbunden — sag das deiner Gruppe klar, besonders wenn du den Spieltag auch öffentlich ankündigst. Die Teilnahme selbst ist kostenlos; niemand zahlt dem Organisator etwas, und ein Spiel zu erstellen kostet nichts. Was Teilnehmende ausgeben, geben sie ausschliesslich für sich selbst aus — ihr eigenes ÖV-Ticket und ihr eigenes Taschengeld für Mittagessen und Challenge-Kleinigkeiten — und sie behalten alles, was sie damit kaufen. Wenn du eine werbefreie Version für dein Spiel möchtest, ist das eine einmalige, optionale Zahlung des Organisators in den Spieleinstellungen; auch ohne sie läuft das Spiel für alle mit denselben Regeln.
Lies die vollständigen Spielregeln und die Spielmodi, um zu entscheiden, welche Variante zu deiner Gruppe passt, oder wirf einen Blick in den Karten-Strategie-Guide für die Feinheiten der Kartenökonomie.