Libero ist der Tarifverbund der Kantone Bern und Solothurn: ein gemeinsames Ticketsystem, das den öffentlichen Verkehr in dieser Region — BLS- und SBB-Züge, Busse, lokale Bahnen — in ein einziges Zonenraster einteilt. Der Verbund gliedert sich grob in vier Teilräume: Bern (inklusive Umland wie Bern West, Worb, Burgdorf und Langnau), Thun (mit Spiez, Interlaken und den Bergtälern), Biel (inklusive Bielersee und Lyss) und Solothurn (mit Grenchen und dem Limpachtal), jeweils mit eigenen Unterzonen. Eine Libero-Zone ist also keine Erfindung von Claim of Zones, sondern ein reales Tarifgebiet, das dieselben Grenzen zieht, die auch bestimmen, welches Ticket du im Alltag kaufen musst, um von A nach B zu reisen.
Die Standardkarte von Claim of Zones digitalisiert genau diesen offiziellen Libero-Zonenplan als Polygone: Jede Zone im Spiel entspricht eins zu eins einer echten Libero-Tarifzone, inklusive der offiziellen Zonennummer. Beansprucht ihr im Spiel Zone „101", ist das exakt dieselbe Zone 101, die auch auf einem physischen Libero-Fahrschein stehen würde. Das ist mehr als ein optisches Detail: Wer die Zonengrenzen im Spiel kennt, kennt automatisch auch, wo eine Tarifzone in der echten Welt aufhört und die nächste beginnt. Den vollständigen offiziellen Zonenplan zum Nachschlagen findest du als PDF direkt auf der Website des Libero-Tarifverbunds.
Das zeigt sich auch in den Beispielen aus den Spielregeln selbst: Die Fahrt von Zone 100 nach Zone 101 kostet 1 Credit, während eine längere Route wie Zone 200 → 201 → 217 → 153 → 150 vier Credits kostet, weil dabei vier Zonengrenzen überquert werden. Diese Zonennummern sind keine willkürlichen Spiel-IDs, sondern exakt dieselben Nummern, die auch im offiziellen Libero-Zonenplan stehen.
Der aktuelle Gesamtzonenplan lässt sich jederzeit von mylibero.ch herunterladen — praktisch, um vor dem Spiel einen Überblick über die genaue Zoneneinteilung eures Spielfelds zu bekommen.
Damit ihr während des Spiels frei zwischen Zonen reisen könnt, braucht jedes Teammitglied ein gültiges ÖV-Ticket für den gesamten Spielbereich — nicht nur für eine einzelne Zone. Wie ihr das löst, bleibt euch überlassen: eine Tageskarte, die alle bespielten Zonen abdeckt, ein Generalabonnement, EasyRide mit ausreichendem Reisebudget, oder ein reguläres Libero-Ticket für genau die Zonen, in denen ihr spielt. Ein kurzer Blick auf den Zonenplan vor dem Start zeigt euch, wie viele Zonen euer Spielfeld tatsächlich umfasst — ein Ticket zu kaufen, das nur einen Teil davon abdeckt, führt sonst dazu, dass ihr mitten im Spiel am Automaten nachlösen müsst.
Der häufigste Stolperstein: ein Ticket nur für die Zonen rund um den Startpunkt kaufen und dann mitten im Spiel feststellen, dass eine Challenge euch in eine Zone schickt, die das Ticket nicht abdeckt. Der zweithäufigste: vergessen, dass eine Zonengrenze auch dann als überquert zählt, wenn euer Fahrzeug in der Zwischenzone gar nicht anhält — das kostet im Spiel trotzdem 1 Credit, unabhängig davon, welches physische Ticket ihr in der Tasche habt. Und drittens: die App-Zone mit der Fahrzeug-Haltestelle verwechseln — massgeblich für Claims mit aktivierter GPS-Pflicht ist eure tatsächliche Position, nicht, wo der Bus oder Zug gerade steht.
Ein vierter, subtilerer Fehler: sich beim Reiseweg ausschliesslich an der Kartendarstellung im Spiel zu orientieren, statt die tatsächlichen Verbindungen zu prüfen. Die App zeigt die Zonengrenzen korrekt an, plant aber keine Route für euch — dafür hat sie ein eigenes Fahrplan-Feature eingebaut, mit dem sich ÖV-Abfahrten und Verbindungen direkt nachschlagen lassen, ohne die App zu wechseln, gerade praktisch, wenn ihr eine seltener bediente Zone durchqueren müsst.
Die In-Game-Ökonomie — Credits, Zonengrenzen, Reisekosten — ist bewusst komplett unabhängig davon, welches echte Ticket ihr besitzt. Ob ein Team mit GA, Tageskarte oder Einzelbillett unterwegs ist, macht im Spiel keinen Unterschied: Jede überquerte Zonengrenze kostet immer genau 1 Credit, unabhängig vom Preis oder Typ des tatsächlich gekauften Tickets. Das ist eine bewusste Entscheidung: Die App belohnt strategisches Reisen und Zonenkontrolle, nicht die Wahl eines teureren Abos. Ein Team mit einem günstigen Ticket hat spielerisch exakt dieselben Chancen wie eines mit einem GA — der einzige Unterschied liegt darin, was ihr am Ende an der Ticketkasse tatsächlich bezahlt, nicht im Spielverlauf selbst.
Der Spielleiter legt pro Spiel fest, ob eine Zone nur beansprucht werden darf, wenn sich euer Gerät per GPS tatsächlich innerhalb der Zonengrenzen befindet, oder ob ein Foto-/Video-Nachweis allein genügt. Bei aktivierter GPS-Pflicht lohnt sich in Randgebieten einer Zone etwas Grosszügigkeit bei der Standortgenauigkeit, da GPS-Signale zwischen Gebäuden schwanken können. Wollt ihr ausserhalb der Kantone Bern und Solothurn spielen, ist der Libero-Zonenplan ohnehin nicht relevant: Spielleiter können im Karteneditor der App eine komplett eigene Karte für jede beliebige Stadt oder Region der Welt zeichnen. Das Grundprinzip aus diesem Guide bleibt dabei genau gleich — nur der zugrundeliegende ÖV-Tarifverbund wechselt entsprechend der gewählten Region.
Die vollständigen Spielregeln erklären Reisekosten und Zonenlogik im Detail, und der Event-Guide hilft beim Organisieren eines ganzen Spieltags.